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Online-Katalog

Auktion 13. März 2024 - Klassische Internationale Kunst
Provenienz

Privatbesitz, Schweiz

Literatur

Georges Herzog, Albrecht Kauw (1616-1681), Der Berner Maler aus Strassburg, Bern, Stämpfli, 1999, S. 222–223, Nr. 121, mit Abb.

Ausstellung

Drei Jahrhunderte bernischer Malerei aus Privatbesitz von Thun und Umgebung, Thun, Kunstsammlung der Stadt Thun, 16.6.–21.7.1957, Nr. 7.

Als vielseitiger Künstler zeigt sich Albrecht Kauw in unserer Komposition auf dem Höhepunkt seiner Kunst. Ein links dargestelltes Alpenschneehuhn (allgemein als Weißes Rebhuhn bekannt) mit einigen Drosseln und ein Stelzvogel bilden zusammen mit einigen Wal- nüssen, zwei Gurken und einem weiteren Kürbisgewächs eine Komposition von seltener Wirksamkeit, modern und schlicht, die den Bodegones von Sanchez Cotan oder Zurbaran in nichts nachsteht. Der Künstler war in Bern ansässig, als er unser Gemälde in den 1650er- Jahren malte. Er hatte sich dort etwa 20 Jahre lang niedergelassen und genoss einen soliden Ruf als Porträtmaler, als Kartograf und Stilllebenmaler, was ihn zum aktivsten und renommiertesten Maler Berns im 17. Jahrhundert machte. Seine Ausbildung erhielt der junge Künstler wahrscheinlich in seiner Heimatstadt Strassburg, wo sein Vater Conrad Koha ein reicher Weinhändler war. Aus dem Umgang mit Georg Brentel, vor allem aber auch mit dem genialen Sebastian Stoskopff, hat er wahrscheinlich einige Lehren ziehen können, die sich später in seinen Bildern wiederfinden.

Artiste aux multiples facettes, Albrecht Kauw se révèle dans notre composition au sommet de son art. Un lagopède alpin (appelé plus communément perdrix blanche) représenté à gauche avec quelques grives et un échassier forment avec quelques noix, deux concombres et un autre cucurbitacée une composition d’une rare efficacité, moderne et épurée, qui n’a rien à envier aux bodegones de Sanchez Cotan ou Zurbaran. L’artiste est établi à Berne lorsque qu’il peint notre toile dans la décennie 1650. Il y est installé depuis environ 20 années et jouit d’une solide réputation à la fois comme portraitiste, cartographe et peintre de nature morte, faisant de lui le peintre le plus actif et réputé de Berne au XVIIe siècle. C’est probablement dans sa ville natale de Strasbourg où son père Conrad Koha était un riche négociant en vins que le jeune artiste se forma. La fréquentation de Georg Brentel mais aussi et surtout du génial Sébastian Stoskopff lui ont sans doute offert bien des leçons que l’on retrouvera dans ses tableaux plus tard.
Online-Katalog Auktion 13. März 2024 - Klassische Internationale Kunst Los 5 Albrecht Kauw 1621–1681

Vorratskammer mit toten Vögeln, Gemüse und Nüssen, 1650–1660
Öl auf Leinwand
oben rechts monogrammiert AK
53 x 76,5 cm

Schätzpreis

*CHF 40'000 – 60'000

Provenienz

Privatbesitz, Schweiz

Literatur

Georges Herzog, Albrecht Kauw (1616-1681), Der Berner Maler aus Strassburg, Bern, Stämpfli, 1999, S. 222–223, Nr. 121, mit Abb.

Ausstellung

Drei Jahrhunderte bernischer Malerei aus Privatbesitz von Thun und Umgebung, Thun, Kunstsammlung der Stadt Thun, 16.6.–21.7.1957, Nr. 7.

Als vielseitiger Künstler zeigt sich Albrecht Kauw in unserer Komposition auf dem Höhepunkt seiner Kunst. Ein links dargestelltes Alpenschneehuhn (allgemein als Weißes Rebhuhn bekannt) mit einigen Drosseln und ein Stelzvogel bilden zusammen mit einigen Wal- nüssen, zwei Gurken und einem weiteren Kürbisgewächs eine Komposition von seltener Wirksamkeit, modern und schlicht, die den Bodegones von Sanchez Cotan oder Zurbaran in nichts nachsteht. Der Künstler war in Bern ansässig, als er unser Gemälde in den 1650er- Jahren malte. Er hatte sich dort etwa 20 Jahre lang niedergelassen und genoss einen soliden Ruf als Porträtmaler, als Kartograf und Stilllebenmaler, was ihn zum aktivsten und renommiertesten Maler Berns im 17. Jahrhundert machte. Seine Ausbildung erhielt der junge Künstler wahrscheinlich in seiner Heimatstadt Strassburg, wo sein Vater Conrad Koha ein reicher Weinhändler war. Aus dem Umgang mit Georg Brentel, vor allem aber auch mit dem genialen Sebastian Stoskopff, hat er wahrscheinlich einige Lehren ziehen können, die sich später in seinen Bildern wiederfinden.

Artiste aux multiples facettes, Albrecht Kauw se révèle dans notre composition au sommet de son art. Un lagopède alpin (appelé plus communément perdrix blanche) représenté à gauche avec quelques grives et un échassier forment avec quelques noix, deux concombres et un autre cucurbitacée une composition d’une rare efficacité, moderne et épurée, qui n’a rien à envier aux bodegones de Sanchez Cotan ou Zurbaran. L’artiste est établi à Berne lorsque qu’il peint notre toile dans la décennie 1650. Il y est installé depuis environ 20 années et jouit d’une solide réputation à la fois comme portraitiste, cartographe et peintre de nature morte, faisant de lui le peintre le plus actif et réputé de Berne au XVIIe siècle. C’est probablement dans sa ville natale de Strasbourg où son père Conrad Koha était un riche négociant en vins que le jeune artiste se forma. La fréquentation de Georg Brentel mais aussi et surtout du génial Sébastian Stoskopff lui ont sans doute offert bien des leçons que l’on retrouvera dans ses tableaux plus tard.